Setting the stage for learning...
  1. Parta Payroll academy 2
  2. Mutterschutz und Beschäftigungsverbot in der Personio Payroll umsetzen
  3. Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung anwenden

Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung anwenden

2 / 10

Provided by Parta Payroll academy 2

Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung anwenden

Image

<a href="https://personio.parta.team/courses/test-portal-page"> Button

← Back to the Academy page </a>

Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung anwenden

---

Was das Mutterschutzgesetz ist

Image

Bestimmte Arbeitsplätze bergen gesundheitliche Risiken für Schwangere\. Etwa das Heben von schweren Lasten, den Umgang mit chemischen Stoffen, Nachtarbeit oder langes Stehen\. Solche Belastungen können die Gesundheit der Arbeitnehmerin und ihres Kindes beeinträchtigen\. Das Mutterschutzgesetz \(MuSchG\) verpflichtet den Arbeitgeber daher, mögliche Gefährdungen zu ermitteln, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren\.

Es gibt zwei Stufen der Gefährdungsbeurteilung:

StufeZeitpunktBeschreibung
Abstrakte GefährdungsbeurteilungJederzeit, unabhängig von konkreten SchwangerschaftenBewertung aller Arbeitsplätze auf potenzielle Risiken für schwangere, stillende oder gebärende Personen im Allgemeinen\. Jeder Betrieb mit dieser Personengruppe ist hierzu verpflichtet\.
Konkrete GefährdungsbeurteilungUnmittelbar nach Mitteilung der SchwangerschaftAnalyse des spezifischen Arbeitsplatzes der schwangeren Mitarbeiterin auf konkrete Gefährdungen\.

Schwangere dürfen keine Tätigkeiten ausüben oder Arbeitsbedingungen ausgesetzt werden, die eine unverantwortbare Gefährdung für Gesundheit und Leben für sie selbst und das Kind darstellen\.

Dazu zählen unter anderem:

  • Umgang mit Gefahrstoffen \(z\. B\. Lösungsmittel, Reinigungsmittel, chemische Stoffe\)
  • Umgang mit Biostoffen \(z\. B\. Viren, Bakterien, Parasiten\)
  • Beeinträchtigungen durch physikalische Gefahren \(z\. B\. Strahlung, Lärmintensität, extreme Temperaturen, Erschütterungen\)
  • Psychische Belastung \(Stress, Schichtarbeit\)
  • Arbeiten, die Akkord\- oder Fließbandarbeit beinhalten
  • Welche Schutzmaßnahmen gelten

    Wurde eine Gefährdung festgestellt, muss der Arbeitgeber Schutzmaßnahmen ergreifen\. Diese erfolgen in einer bestimmten Reihenfolge\. Erst wenn eine Maßnahme nicht möglich oder ausreichend ist, darf die nächste ergriffen werden\.

    Card Front Image
    1\. Umgestaltung
    Card Back

    Image

    Der Arbeitsplatz wird so angepasst, dass die Gefährdung entfällt\.

    Card Front Image
    2\. Versetzung
    Card Back

    Image

    Die Mitarbeiterin wird an einen anderen Arbeitsplatz versetzt\. Die Versetzung kann auch gegen ihren Willen erfolgen, wenn sie zum Schutz notwendig ist\.

    Card Front Image
    3\. Beschäftigungs\-verbot
    Card Back

    Image

    Wenn weder Umgestaltung noch Versetzung möglich sind, muss ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden\. Die Mitarbeiterin darf bei voller Entgeltfortzahlung \(Mutterschutzlohn\) nicht weiterarbeiten\.

    Image

    Du darfst nicht direkt zu einem Beschäftigungsverbot greifen, wenn die Umgestaltung des Arbeitsplatzes deiner Mitarbeiterin möglich wäre\. Die Hierarchie der Schutzmaßnahmen muss eingehalten werden\.

    Was ist der ERSTE Schritt in der gesetzlichen Schutzmaßnahmen\-Hierarchie, wenn ein Risiko für eine schwangere Mitarbeiterin festgestellt wird?

    Eine richtige Antwort\.

    Single Choice Question

    Options:

    • [ ] Sofort ein Beschäftigungsverbot aussprechen
    • [ ] Die Mitarbeiterin an einen anderen Arbeitsplatz versetzen
    • [x] Den Arbeitsplatz umgestalten, um die Gefährdung zu beseitigen
    • [ ] Den Betriebsarzt einschalten und abwarten

    Einreichen

    Info: ### Pass bitte genau auf Correct: ### Richtig\!

    Umgestaltung des Arbeitsplatzes\. Erst wenn das nicht möglich ist, wird versetzt\. Erst dann, wenn auch das scheitert, darf ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden\.

    Incorrect: ### Falsch

    Umgestaltung des Arbeitsplatzes\. Erst wenn das nicht möglich ist, wird versetzt\. Erst dann, wenn auch das scheitert, darf ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden\.

    Wie Arbeitszeiten Schwangere schützen

    Neben dem Schutz vor Gefahren im Arbeitsumfeld regelt das MuSchG auch, wie lange und wann schwangere Frauen arbeiten dürfen:

    RegelWas gilt?
    Tägliche HöchstarbeitszeitMax\. 8,5 Stunden täglich, max\. 90 Stunden in der Doppelwoche\.
    NachtarbeitVerboten zwischen 20 Uhr und 6 Uhr
    SonntagsarbeitGrundsätzlich verboten \(Ausnahme nur mit behördlicher Genehmigung auf Wunsch der Arbeitnehmerin\)
    FeiertagsarbeitGrundsätzlich verboten \(gleiche Ausnahmen wie Sonntag\)
    MehrarbeitVerboten \(über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus\)
    StillzeitenFreistellung für das Stillen, mindestens zweimal 30 Minuten pro Tag oder einmal 60 Minuten
    VoruntersuchungenFreistellung für alle Untersuchungen nach Mutterschaftsrichtlinien bei voller Vergütung
    ← Grundlagen im Mutterschutz Kündigungsschutz und Vertragsende richtig handhaben →