Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung anwenden
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Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung anwenden
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Was das Mutterschutzgesetz ist
Bestimmte Arbeitsplätze bergen gesundheitliche Risiken für Schwangere\. Etwa das Heben von schweren Lasten, den Umgang mit chemischen Stoffen, Nachtarbeit oder langes Stehen\. Solche Belastungen können die Gesundheit der Arbeitnehmerin und ihres Kindes beeinträchtigen\. Das Mutterschutzgesetz \(MuSchG\) verpflichtet den Arbeitgeber daher, mögliche Gefährdungen zu ermitteln, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren\.
Es gibt zwei Stufen der Gefährdungsbeurteilung:
| Stufe | Zeitpunkt | Beschreibung |
|---|---|---|
| Abstrakte Gefährdungsbeurteilung | Jederzeit, unabhängig von konkreten Schwangerschaften | Bewertung aller Arbeitsplätze auf potenzielle Risiken für schwangere, stillende oder gebärende Personen im Allgemeinen\. Jeder Betrieb mit dieser Personengruppe ist hierzu verpflichtet\. |
| Konkrete Gefährdungsbeurteilung | Unmittelbar nach Mitteilung der Schwangerschaft | Analyse des spezifischen Arbeitsplatzes der schwangeren Mitarbeiterin auf konkrete Gefährdungen\. |
Schwangere dürfen keine Tätigkeiten ausüben oder Arbeitsbedingungen ausgesetzt werden, die eine unverantwortbare Gefährdung für Gesundheit und Leben für sie selbst und das Kind darstellen\.
Dazu zählen unter anderem:
Welche Schutzmaßnahmen gelten
Wurde eine Gefährdung festgestellt, muss der Arbeitgeber Schutzmaßnahmen ergreifen\. Diese erfolgen in einer bestimmten Reihenfolge\. Erst wenn eine Maßnahme nicht möglich oder ausreichend ist, darf die nächste ergriffen werden\.
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1\. Umgestaltung
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Der Arbeitsplatz wird so angepasst, dass die Gefährdung entfällt\.
Card Front
2\. Versetzung
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Die Mitarbeiterin wird an einen anderen Arbeitsplatz versetzt\. Die Versetzung kann auch gegen ihren Willen erfolgen, wenn sie zum Schutz notwendig ist\.
Card Front
3\. Beschäftigungs\-verbot
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Wenn weder Umgestaltung noch Versetzung möglich sind, muss ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden\. Die Mitarbeiterin darf bei voller Entgeltfortzahlung \(Mutterschutzlohn\) nicht weiterarbeiten\.
Du darfst nicht direkt zu einem Beschäftigungsverbot greifen, wenn die Umgestaltung des Arbeitsplatzes deiner Mitarbeiterin möglich wäre\. Die Hierarchie der Schutzmaßnahmen muss eingehalten werden\.
Was ist der ERSTE Schritt in der gesetzlichen Schutzmaßnahmen\-Hierarchie, wenn ein Risiko für eine schwangere Mitarbeiterin festgestellt wird?
Eine richtige Antwort\.
Single Choice QuestionOptions:
- [ ] Sofort ein Beschäftigungsverbot aussprechen
- [ ] Die Mitarbeiterin an einen anderen Arbeitsplatz versetzen
- [x] Den Arbeitsplatz umgestalten, um die Gefährdung zu beseitigen
- [ ] Den Betriebsarzt einschalten und abwarten
Einreichen
Info: ### Pass bitte genau auf Correct: ### Richtig\!Umgestaltung des Arbeitsplatzes\. Erst wenn das nicht möglich ist, wird versetzt\. Erst dann, wenn auch das scheitert, darf ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden\.
Incorrect: ### FalschUmgestaltung des Arbeitsplatzes\. Erst wenn das nicht möglich ist, wird versetzt\. Erst dann, wenn auch das scheitert, darf ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden\.
Wie Arbeitszeiten Schwangere schützen
Neben dem Schutz vor Gefahren im Arbeitsumfeld regelt das MuSchG auch, wie lange und wann schwangere Frauen arbeiten dürfen:
| Regel | Was gilt? |
|---|---|
| Tägliche Höchstarbeitszeit | Max\. 8,5 Stunden täglich, max\. 90 Stunden in der Doppelwoche\. |
| Nachtarbeit | Verboten zwischen 20 Uhr und 6 Uhr |
| Sonntagsarbeit | Grundsätzlich verboten \(Ausnahme nur mit behördlicher Genehmigung auf Wunsch der Arbeitnehmerin\) |
| Feiertagsarbeit | Grundsätzlich verboten \(gleiche Ausnahmen wie Sonntag\) |
| Mehrarbeit | Verboten \(über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus\) |
| Stillzeiten | Freistellung für das Stillen, mindestens zweimal 30 Minuten pro Tag oder einmal 60 Minuten |
| Voruntersuchungen | Freistellung für alle Untersuchungen nach Mutterschaftsrichtlinien bei voller Vergütung |
